Der ehemalige evangelische Pfarrer und Künstler NICLAS WILLAM-SINGER ist Initiator und Organisator der Werkwoche, die in diesem Rahmen das 3. Jahr in Folge im Haus 10 stattgefunden hat.

 

 

Er hatte sich für die Werkwoche vorgenommen, von der Leinwand, mit der er sonst arbeitet, in die dritte Dimension zu wechseln und gestaltete verschiedene Skulpturen. Das schöne an so einem Format sei, dass man sich einfach ausprobieren könne, egal ob die Werke gut oder schlecht werden.

Seine Arbeiten sind von den erschütternden Nachrichten, die aktuell aus allen Himmelsrichtungen zu uns kommen, allen voran aus Afghanistan beeinflusst. "Es sind existenzielle Fragen, die mich beschäftigen. Ich bin 64, intellektuell groß geworden, in Zeiten, in denen wir uns für die Emanzipation eingesetzt haben, von Frauen, von Homosexuellen. Wenn ich dann sehe, was auf der Welt passiert, dann denkt man sich schon: Dafür habe ich mich doch nicht mein Leben lang eingesetzt, als Pfarrer, als Künstler. Letztlich läuft alles auf die Frage hinaus, was am Schluss eigentlich bleibt", sagt Willam-Singer. Und so sind seine Arbeiten allesamt Memento Mori, wie etwa eine Art Traumfänger aus einem Metallgitter, in das Willam-Singer mehrere Knochen und Kleintier-Schädel eingearbeitet hat.